Keine Diskriminierung – für die Gemeinde sollte das selbstverständlich sein

 

wohnen

Nachdem der Antrag im letzten Anlauf an Formalien gescheitert ist, ein neuer Anlauf mit dem selben Ziel – eine Gleichbehandlung der Mitarbeiter in allen von der Gemeinde unterstützen Träger sozialer Einrichtungen zu erreichen:

Der Gemeinderat möge beschließen folgenden Antidiskriminierungsgrundsatz sinngemäß in Verträge aufzunehmen, die die Gemeinde künftig mit externen Trägern schließt. „Der Träger verpflichtet sich, keine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wegen Ihres Familienstandes bzw. dessen Wechsels, wegen ihrer sexuellen Orientierung oder wegen ihrer Zugehörigkeit bzw. Nichtzugehörigkeit zu einer Glaubensgemeinschaft zu diskriminieren oder zu kündigen.“

Begründung: In Artikel 3 des Grundgesetzes ist die Gleichbehandlung verankert – dies muss unserer Ansicht nach auch in allen Einrichtungen Maßgabe sein, deren Träger von der Gemeinde direkt oder indirekt mit Unterstützung oder Förderung bedacht werden.

Mit dem Einfügen des Antidiskriminierungs-Grundsatzes kann dies für alle externen Träger gewährleistet werden.

Caritas – Entlassung der Hortleiterin

allgemein

Die Kündigung der Leiterin des Holzkirchner Kinderhortes durch die Caritas wird von den SPD Kommunalpolitikern in Holzkirchen nicht einfach hingenommen. Über einen Wechsel des Trägers muss nachgedacht werden.

Irmi Ammer im Hauptausschuss: „Als praktizierende Katholikin sage ich: Ich schäme mich für meine Kirche! Ich glaube auch die Mehrheit der Katholiken will hier eine Änderung. Das zeigen auch die Antworten der Gläubigen auf eine große Umfrage die aktuell von der Bischofskonferenz veröffentlicht wurde. Da sind der Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen, Paare ohne Trauung und homosexuelle Lebensgemeinschaften ein Schwerpunkt der Kritik.“

Beim Holzkirchner Hort gab Ammer zu Bedenken, dass die Betreuung ausschließlich in gemeindeeigenen Gebäuden stattfindet, die Finanzierung des Personals Staat, Kommune und Eltern tragen und die Gemeinde eine Defizitabdeckung garantiere. Während im Kindergartenbereich eine Vielfalt von Trägern zu finden ist, wird der Hortbereich im Moment ausschließlich von der Caritas abgedeckt. Erstmals Konkurrenz wird es mit Fertigstellung des „Kinderlandes“ geben, da entstehen auch Hortplätze.“

Frau Dasch weiß, dass sich vor kurzer Zeit ein Träger gemeldet hat, der Interesse zeigt in Holzkirchen als Träger im Kinderbetreungsbereich einzusteigen.

Irmi Ammer