Eine Sicherheitswacht in Holzkirchen?

Engagierte Bürger sind die tragende Säule der Gesellschaft – Bürger, die sich im Gemeinwohl engagieren und ehrenamtlich arbeiten um so mehr.

Ihr Engagement kann nicht hoch genug geschätzt werden.

Zivilcourage ganz im Allgemeinen muss gefördert werden und auch sie kann sie kann man nicht hoch genug wertschätzen, man muss sie aber auch einfordern – sie ist ein wichtiger Faktor, der zum Gelingen einer Gesellschaft beträgt, beitragen muss.

Aber eine „Sicherheitswacht“ wie sie der CSU vorschwebt?

„Hilfsscheriffs“, die durch den Ort patrouillieren, für Ordnung auf unseren Plätzen sorgen und Radfahrer auf Gehwegen anhalten…klingt erstmal toll.

Irgendwie bleibt aber ein seltsames Gefühl im Bauch und ich denke mir ist der engagierte Bürger auf der Straße lieber als der übermotivierte Bürger, der Antrieb hat einer Sicherheitswacht beizutreten.

Ist es nicht gar ein Zeichen in die falsche Richtung? Die Sicherheitswacht eine Art Beruhigungspille für den Bürger?

Polizeiliche Aufgaben sollten dort bleiben wo sie hingehören, eine sorgfältige Auswahl unserer Polizisten und deren langjährige Ausbildung haben ihren Sinn. 40 Stunden Einweisung können dies nicht ersetzen und selbst die Gewerkschaft der Polizei hat ihre Bedenken über die Sinnhaftigkeit einer derartigen Einrichtung zum Ausdruck gebracht.

Wenn es ein Sicherheitsproblem in Bayern gibt, dann sollte doch bitte die Polizei so gestärkt werden, dass sie ihre Aufgabe vollumfänglich ausfüllen kann.

Der Wahlkampf lässt Grüßen – aber kein Grund einen Schritt nach rechts zum Angstgegner hin zu tun.